Verfasst von: Steffen Burmeister | 16. Juni 2010

Los geht’s: der Kreis will das Jesteburger Modell!

Nach dem Kreisschulausschuss hat jetzt in gleicher Einstimmigkeit der Kreistag – das höchste Gremium im Landkreis – dem Prüfantrag zur Einrichtung der Modellschule zugestimmt.
Wir freuen uns über die Überparteilichkeit der Unterstützung und über den Zuspruch für die Initiative während der Sitzung. Wir bedanken uns für diese Entscheidung, hören schon zartpositive Signale aus Hannover und bereiten uns vor auf die nächsten Schritte!

Das schreibt das Hamburger Abendblatt:

Nenndorf. Es ist ein klares Votum für den Schulstandort Jesteburg, das der Kreistag des Landkreises Harburg in seiner jüngsten Sitzung in Nenndorf abgegeben hat. Die einstimmige Abstimmung für die Jesteburger Modellschule zum jetzigen Zeitpunkt könnte einen Start der „Leuphana-Campus-Schule“ schon zum Schuljahr 2011/2012 bedeuten, wenn das Land Niedersachsen mitspielt. Diese Schule, in der alle Kinder bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet und ganz speziell gefördert werden, hätte Modell-Charakter für neue Schulformen insbesondere in ländlichen Gegenden und wäre in Niedersachsen einzigartig.
„Auf diesen Beschluss haben die Jesteburger lange gewartet. Wir freuen uns außerordentlich, dass unser Konzept so viel positive Resonanz erfährt“, sagte Nathalie Boegel von der Schulinitiative Jesteburg nach der Kreistagssitzung. Das Kultusministerium, mit dem die Kreisverwaltung jetzt in Verhandlung für die Modellschule tritt, hatte bereits bei einer ersten Vorstellung des Jesteburger Konzepts offene Türen signalisiert.
Die Finanzierung der Schule, die räumlich und pädagogisch eng mit der Jesteburger Grundschule zusammenarbeiten soll, muss das Land Niedersachsen übernehmen. Und die Jesteburger Schüler und Eltern konnten ein zweites positives Signal von der Kreistagssitzung mit nach Hause nehmen: Die Jesteburger Außenstelle der Hittfelder Realschule wird zwar geschlossen, wie es der Schulausschuss des Kreistages empfohlen hatte. Aber entgegen der zweiten Empfehlung des Ausschusses, alle Jesteburger Realschüler ab den Sommerferien nach Hittfeld zu schicken, hat der Kreistag beschlossen, für diesen Einzelfall die Schulbezirke-Regelung aufzuheben. Die Realschüler müssen also nicht den weiten Weg nach Hittfeld machen, sondern können sich an näher gelegenen Realschulen im Kreisgebiet anmelden (das Abendblatt berichtete mehrfach). CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich Aldag aus Jesteburg hatte sich in der Sitzung für den Antrag seines Samtgemeindebürgermeisters Hans-Heinrich Höper stark gemacht und somit für eine Mehrheitsentscheidung in diesem Punkt gesorgt.

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