Verfasst von: Steffen Burmeister | 6. Februar 2009

Die Frage ist nicht die, ob es eine Gesamtschule geben wird, sondern wo es sie geben wird …

… sagt Landrat Bordt in seiner Pressemitteilung (s.u.) zur Umfrage nach einem Gesamtschulstandort. Erstmal wichtig: die Elternbeteiligung war hoch, der Wunsch nach gemeinsamer Beschulung ist mehr als deutlich erkennbar. Die Chance für Jesteburg, über die Entscheidung für einen Gesamtschulstandort eine eigene weiterführende Schule zu bekommen, steigt!

Hier die ganze Pressemitteilung:

60 Prozent der befragten Eltern wünschen Gesamtschule

Umfrageergebnisse liegen vor: 4.525 Fragebögen von Eltern zurückgesandt

9.985 Eltern aus dem Landkreis Harburg, deren Kinder entweder das letzte Kindergartenjahr oder die erste bis dritte Grundschulklasse besuchen, waren Anfang des Jahres im Rahmen einer Elternumfrage angeschrieben worden, um den Bedarf einer Gesamtschule im Landkreis Harburg zu ermitteln. Jetzt liegen die Umfrageergebnisse vor. „Von den versandten Fragebögen sind 4.525 ausgefüllt an den Landkreis Harburg zurückgesandt worden, das ist eine Quote von knapp 45 Prozent“, erläutert Landrat Joachim Bordt, der sich ausdrücklich bei allen Eltern bedankt, die damit dazu beigetragen haben, den tatsächlichen Bedarf nach Gesamtschulen im Landkreis zu ermitteln.

Die erste, noch grobe Sichtung der Fragebögen – 4.324 waren auswertbar – habe ergeben, dass sich rund 60 Prozent der Eltern für eine Gesamtschule im Landkreis aussprechen. Bei der Umfrage waren Buchholz, Winsen und Jesteburg als mögliche Standorte für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) oder alternativ für eine Kooperative Gesamtschule (KGS) abgefragt worden, die Elbmarsch als möglicher Standort für eine KGS.

„Das Votum der Eltern macht deutlich, dass ein starker Wunsch nach Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule im Landkreis Harburg besteht“, ist die erste Einschätzung von Landrat Joachim Bordt. „Die Frage ist meines Erachtens also nicht die, ob es eine Gesamtschule geben wird, sondern wo es sie geben wird.“ Keinen der möglichen Standorte für eine Gesamtschule will der Landrat dabei ausschließen. „Zunächst kommt es darauf an, die Befragung auszuwerten. Hierbei sind wirtschaftliche Gesichtspunkte, die Auswirkungen auf das dreigliedrige Schulsystem sowie strukturpolitische Gesichtspunkte an den potentiellen Standorten zu berücksichtigen.“

Das detaillierte Resultat der Befragung wird nach Angaben des Landrats im Schulausschuss am 24. Februar 2008 präsentiert. Über die weitere Vorgehensweise befinden die politischen Gremien des Kreistages. Die abschließende Entscheidung über einen eventuellen Antrag zur Einrichtung einer Gesamtschule wird von der Landesschulbehörde nach Maßgabe des Niedersächsischen Schulgesetzes getroffen.

Der von der Verwaltung auf der Grundlage der Vorgaben der Landesschulbehörde entwickelte Fragebogen wurde ebenfalls vom Kreistag verabschiedet. Die mit 1,5 Prozent sehr geringe Zahl der nicht auswertbaren Fragebögen verdeutlicht, dass vereinzelt geäußerte Bedenken gegen die Gestaltung und Komplexität des Fragebogens nicht begründet waren.


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