Verfasst von: Steffen Burmeister | 29. November 2008

Kompetenzschule gefährdet?

vor_dem_ausSo steht’s im Nordheide Wochenblatt, so steht’s im Abendblatt: die Pläne für eine eigene weiterführende Schule in Jesteburg sind gefährdet. Die Einrichtung unserer Kompetenzschule scheint kurzfristig nicht erreichbar. Den aktuellen Stand der Diskussion kann man an Hand der im Abendblatt zitierten Aussagen gut darstellen:

  • Es sagt der Vorsitzende des Kreisschulausschusses: „Wenn die Gesamtschule im Landkreis Harburg kommt, dann droht anderen Schulen eine Verkleinerung oder gar die Schließung. Wir können nicht nur hinzufügen, wir müssen auch schließen oder umwandeln“
  • Es sagt ein Mitglied der CDU-Fraktion: „“Wenn wir in Jesteburg erst mal eine Gesamtschule haben, dann besteht eher die Möglichkeit, aus dieser Gesamtschule irgendwann eine Kompetenzschule zu machen.“
  • Es sagt ein Ausschussmitglied der SPD: „Die Eltern in Jesteburg haben ganz klar ihr Votum für eine Kompetenzschule abgegeben, und jetzt wird versucht, ihnen eine Gesamtschule hinzubauen. Und am Ende bekomme Jesteburg überhaupt keine eigene weiterführende Schule, weil der Fragebogen nicht die Kompetenzschule abfragt.“ .

Und in allen drei Aussagen (zitiert nach Hamburger Abendblatt) steckt ein Teil der Wahrheit – und gleichzeitig die Motivation für die Initiative sich beständig weiter zu engagieren:

  • Wenn Schulformen neu angeboten werden hat das natürlich seinen Effekt auf die bestehende Schullandschaft. Das ist auch gut so, Eltern und Kinder haben dann die Wahl. Und diese Wahlmöglichkeiten haben sie heute im Landkreis nicht, das ist nicht gut! Aber natürlich ist das keine Bedrohung für andere Schulformen, gerne aber – im Falle unserer Kompetenzschule – eine Entlastung für die überfüllten Gymnasialeingangsstufen in Buchholz und eine Alternative in der Sekundarstufe 1 die sich dem positiven Wettbewerb stellen will.
  • Die Frage nach dem Schulstandort in Jesteburg an und für sich ist durch eine Umfrage nicht beantwortet. Ganz klar ist unsere Vorstellung, dass Buchholz und Winsen und … ihre Gesamtschule bekommen sollen, wenn sie von den Eltern gewünscht wird (was in Buchholz und Winsen bereits recht deutlich sichtbar ist). Und auch Jesteburg hat seine weiterführende Schule verdient. Und ob man als ‚klassische’ Gesamtschule startet und sich dann zur Kompetenzschule entwickelt – das ist immerhin eine Option. Aber auch das unabhängig von Entwicklungen anderswo. Schüler der Samtgemeinde Jesteburg immer nur als Verfügungsmasse für Buchholz, Hittfeld und sonst wo zu sehen ist vielleicht für einige Kreistagsentscheider taktisch opportun, deswegen aber längst nicht richtig.
  • Und genau darin liegt die Gefahr, die im dritten Zitat angesprochen wird: Jesteburger Eltern stellen sich eine Kompetenzschule vor, abgefragt wird eine Kooperative Gesamtschule. Dafür wird es vergleichsweise wenig Nachfrage geben. Und das wird dann als mangelndes Interesse an einer eigenen Schule uminterpretiert.
Die Initiative wird diskutieren, wie wir mit dieser Situation umgehen und welche Aktivitäten wir jetzt planen. Am 1.12. um 20:00 h im Hotel Niedersachsen.

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