Verfasst von: burmeister | 11. Februar 2008

Bildung contra Turboschule

In einem Interview mit Fritz Reheis untersucht Tanjev Schultz in der SZ die Misere nach der letzten Bildungsreform. Warum sind die Schüler so überlastet? – „Der Zeitdruck kommt auch daher, dass fast alles in den Vormittag hineingestopft wird. So fehlt die Zeit für die anschaulich-sinnliche Begegnung mit den Unterrichtsgegenständen. In Geschichte werden Zahlen und Begriffe auswendig gelernt, ohne dass sich die Schüler zuvor in die jeweilige Zeit hineinversetzt haben. Es fehlt auch die Zeit für das Üben, das nach Hause und in die Nachhilfe verlagert wird. Es fehlt die Zeit, die Perspektive zu wechseln und eigene Fragen zu stellen. Und es fehlt die Zeit, Fehler zu analysieren und als Anlass zum Lernen zu nutzen. Der Lehrer sagt, was richtig ist – weiter geht’s mit dem Stoff. […] Lernen braucht Muße, dann kann die Schule auch bis zum Nachmittag gehen. In Ganztagsschulen kann das Lernen auch außerhalb des Schulhauses stattfinden: Exkursionen, Besuche im Museum, Lernen in der Natur – Schüler lernen ja nicht nur etwas, wenn sie steif auf dem Stuhl sitzen.“

Hier finden Sie das komplette Interview.

Advertisements

Responses

  1. zrjuzi


Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: