Die Jesteburger Schulinitiative ist begeistert. Deutlicher können die Jesteburger Eltern den Kreistagspolitikerinnen und -politikern nicht signalisieren, wie wichtig ihnen für ihre Kinder eine Gesamtschule am Ort ist.
Denn mit 64% Rücklauf der Elternfragebögen und davon mit 88% Gesamtschulwünschen liegt Jesteburg weit über dem Kreisdurchschnitt.
Diese Samtgemeinde will in der von Frau Merkel ausgerufenen Bildungsrepublik nicht veröden, sondern endlich ein lebendiger Bildungsort werden. In Winsen und Buchholz stehen schon mehrere Schulleuchttürme, in allen Samtgemeinden des Kreises leuchtet mindestens eine weiterführende Schule, in Jesteburg ist es noch dunkel. Bereits im letzten Jahr haben Jesteburger Bürgerinnen und Bürger mit 1.400 Unterschriften ein breites Zeichen für eine weiterführende Schule gesetzt. Die Jesteburger Eltern bestätigen dies jetzt eindrucksvoll: Sie wollen für ihre Kinder eine Gesamtschule im Ort. Jesteburg hofft also auf die Erleuchtung des Kreistags und endlich auf einen eigenen Schulleuchtturm im Zentrum des Landkreises.
Wie erklärte es der Landrat der Presse: Bei der Wahl des Standortes für eine Gesamtschule sind „wirtschaftliche Gesichtspunkte, die Auswirkungen auf das dreigliedrige Schulsystem sowie strukturpolitische Gesichtspunkte an den potentiellen Standorten zu berücksichtigen.“
Und hier erwartet die Jesteburger Schulinitiative einen fairen, offenen und argumentativen Entscheidungsprozess. Es kann aus der Sicht der Schulinitiative nicht nur die reale Zahl der abgegebenen Elternvoten ausschlaggebend für die Standortentscheidung sein. Auch die Relation zwischen den befragten Eltern des jeweiligen Ortes und den abgegebenen Voten muss ins Gewicht fallen. Und dass in Jesteburg eine neue Schule gebaut werden muss, war allen Kreistagsabgeordneten vor der Befragung klar.
Wenn es also jetzt heißen sollte, unter wirtschaftlichen Aspekten wird die billigste Lösung ausgewählt wird, dann hätte Jesteburg gar nicht erst als Alternative erscheinen dürfen. Wir sind gespannt auf die Argumente!