… führen zu sinnvollen Ergebnisse. Das nehmen nicht nur wir für uns im vergleichsweise kleinen Jesteburger Rahmen für uns in Anspruch – das funktioniert anderswo auch Bundesland-weit: in Sachsen-Anhalt gibt es eine große Koalition, die sich in Bildungsfragen nicht einigen mochte, weil die jeweiligen Dogmen sich zu starr gegenüberstanden. Man hat als quasi neutrale Institution einen Bildungskonvent einberufen, der nun regelmäßig tagt und Empfehlungen ausspricht. Beim letzten Mal hat der Konvent unter anderem Folgendes empfohlen (mit 21 : 0 : 0 Stimmen in der 5. Sitzung des Bildungskonvents am 08. September 2008 beschlossen) – und das alles finden wir gut und beispielhaft:
- „Um die individuellen Stärken und Potenziale aller Schülerinnen und Schüler besser zu entwickeln, empfiehlt der Bildungskonvent, den Unterricht im Regelschulsystem frühzeitig auf eine individuelle Förderung in integrativer Form auszurichten, um durch gezieltes Fördern und Fordern den Lernerfolg aller Schülerinnen und Schüler sowie die Selbststeuerung ihrer Lernbiografien zu verbessern. Ziel ist, dass ohne Qualitätsverlust möglichst alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich im Regelschulsystem lernen, indem sie ihre individuellen Begabungsreserven mobilisieren, die notwendigen Kompetenzen ausbilden und den jeweils höchstmöglichen Abschluss erreichen.
- Für eine erfolgreiche Arbeit von Kindern mit Entwicklungsbesonderheiten, Lernproblemen oder besonderen Begabungen im Regelschulsystem sind zusätzliche Förder- und Unterstützungssysteme unerlässlich. Der Bildungskonvent empfiehlt daher, die bisherige Entwicklung von Förderzentren so zu forcieren und zu erweitern, dass ein landesweites und flächendeckendes Netzwerk entsteht, in das schrittweise möglichst alle Schulen des Landes eingebunden werden können.
- Der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in den Regelschulen soll schrittweise zur bevorzugten Form der institutionalisierten Förderung entwickelt und ausgebaut werden. Dafür sind die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen.
- Für die schulische und außerschulische Förderung hochbegabter/speziell begabter Kinder und Jugendlicher, die ebenfalls in besonderer Weise der Anregung und individuellen Förderung bedürfen, ist das landesweite Konzept zur Förderung Hochbegabter/speziell Begabter fortzuentwickeln und umzusetzen Um den Schulen und den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zu gewähren, damit Konzepte der individuellen Förderung erweitert und besser wahrgenommen werden können, empfiehlt der Bildungskonvent, das schulische Ganztagsangebot bedarfsgerecht auszubauen.
- Schulsozialarbeit muss integraler Bestandteil moderner pädagogischer Arbeit an allen Schulen werden. Dabei ist Schulsozialarbeit nicht nur als Aufgabe der Jugendhilfe zu begreifen. Leitbild muss die gemeinsame Arbeit von Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen bzw. Sozialarbeitern sowie Psychologinnen und Psychologen an den Schulen sein, damit sie zu einer umfassenden Lern- und Lebensbegleitung für Schülerinnen und Schüler und ihre Familien werden kann.
- „Fördern und Fordern“ als pädagogisches Grundprinzip erfordert einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Parlament und Schulaufsicht, unter den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, beim pädagogischen Personal sowie bei allen direkt und indirekt an der Schule Beteiligten.“
Wer das komplett lesen möchte kann das hier: Bildungskonvent-Empfehlungen.