eine Empfehlung fürs Gymnasium zu erhalten. Das zumindest hat die Bildungsforscherin professor Elisabeth Stern ermittelt und schließt daraus, dass Intelligenz allein nicht entscheidend ist für die Sortierung der Schüler nach der Grundschule. Die Sortierung selbst hält sie für grundfalsch und kritisiert deutlich das dreigliedrige deutsche System: „Ich würde keinem Land empfehlen, das deutsche Schulsystem zu übernehmen“. Und alle anderen eigentlich hinlänglich bekannten Argumente sind hier auch vertreten:
- Dass bei der frühen Verteilung auf verschiedene Schulsysteme nicht ausreichend berücksichtigt werden könne, dass sich Kinder unterschiedlich schnell entwickeln. Ein Kind, das etwas mehr Zeit braucht, um seine Potenziale zu entfalten, wird in einem starren System mit drei Schulformen früh aussortiert.
- Wer einmal auf der Hauptschule landet, habe so gut wie keine Chance, sie wieder zu verlassen. Laut Bildungsbericht der Bundesregierung wird die Wahl der Schulart nur bei drei Prozent der Siebt- bis Neuntklässler durch Wechsel korrigiert
- Die Reproduktion sozialer Ungleichheit durch das deutsche System.
Der ganze Artikel in der Märkischen Allgemeinen.